Tempus
Worum geht es?
Bei Tempus geht es vornehmlich - aber nicht nur - um die Zusammenarbeit im Hochschulbereich zwischen EU-Mitgliedstaaten und Partnerländern aus den Neuen Unabhängigen Staaten, Südosteuropa und dem Mittelmeerraum. Schwerpunkt ist die Reform des Hochschulwesens durch internationale Zusammenarbeit.
Die neue Phase des TEMPUS-Programms, TEMPUS IV, gilt für den Zeitraum 2007 bis 2013 . Mit Hilfe von Tempus IV sollen Universitäten und höhere Bildungseinrichtungen in den Partnerländern gestärkt, neue Kurse und Fächer eingeführt und das Universitätsmanagement verbessert werden. Teilweise können auch Vertreter aus Wirtschaft und anderen Organisationen in Tempus-Projekte einbezogen werden, denn das übergeordnete Ziel von Tempus ist die Unterstützung von gesellschatlichen und institutionellen Reformprozessen in den Partnerländern auch über Hochschulen hinaus.Wichtig ist dabei die Integration der Projekte in die nationalen Pläne. Die Vertretungen der EU spielen bei dabei eine grosse Rolle.
Die Programmbereiche im Überblick
TEMPUS umfasst zwei Bereiche - Gemeinsame Projekte (JP) und Strukturmaßnahmen (SM):
- Bei den Gemeinsamen Projekten (JP) geht es grundsätzlich um Kooperationen zwischen Universitäten für einen Zeitraum von 2 oder 3 Jahren wobei Nicht-Hochschuleinrichtungen wie Vertreter aus Wirtschaft, Kammern, öffentlicher Verwaltung etc. einbeschlossen werden können. Frist: 28.04.2008.
- Strukturmaßnahmen betreffen die Unterstützung von Reformstrategien und Ansätze, die Verbesserung des der Qualität des Hochsulwesens und vorallen deren Konvergenz zu den bestehenden Sytemen in der EU. Frist: 28.04.2008.
Wer kann teilnehmen?
Es sind teilnahmeberechtigt:
- Alle staatlich anerkannten klassischen und technischen Hochschulen sowie andere Hochschuleinrichtungen, die den Förderprioritäten der einzelnen Länder entsprechen.
- Vertreter aus Wirtschaft und Industrie (aus Unternehmen, unabhängigen Wirtschaftsorganisationen, Handels- und Industriekammern, Berufsverbänden usw.)
- Institutionen (alle Behörden auf örtlicher, regionaler und nationaler Ebene, Sozialpartner und deren Ausbildungsgremien usw.)
Welche Länder machen mit?
- Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union
- Die Länder Südosteuropas, die derzeit keine EU-Beitrittsländer sind: Albanien, Bosnien / Herzegowina, Kroatien, Ehemalige Jugoslawische Republik, Mazedonien und die Bundesrepublik Jugoslawien (Serbien, Montenegro und Kosovo)
- Die Neuen Unabhängigen Staaten und die Mongolei: Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Moldau, Russische Föderation, Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan, Mongolei .
- Folgende EU-Partnerländer des Mittelmeerraums: Marokko, Algerien, Tunesien, Ägypten, Palästinensisches Autonomiegebiet, Jordanien, Syrien, Libanon und Israel.
Folgende Länder sind teilnahme- jedoch nicht förderberechtigt:
- Länder der G-24 Gruppe (Australien, Island, Japan, Kanada, Liechtenstein,Neuseeland, Norwegen, Schweiz und die Vereinigten Staaten) sowie die Türkei .
Bewerbungsverfahren
Anträge gehen grundsätzlich an die European Training Foundation
, wobei es ratsam ist, sich vorab über Einzelheiten bei der nationalen Agentur, dem DAAD
zu erkundigen.
Wer berät mich?
Zentraler Ansprechpartner im Land ist der sogenannte Tempus National Contact Point. In Deutschland ist dies der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD)
.
Informieren kann mich sich auch bei den Tempus-Koordinatoren der Hochschulen
.
Während die Europäische Kommission grundsätzlich für Tempus verantwortlich ist, bietet vor allem die European Training Foundation
(Europäische Stiftung für Berufsbildung in Turin) Beratung und technische Hilfe. Bei ihr gehen auch die Anträge ein.
Die detaillierten Adressen finden Sie unter Ansprechpartner, Adressen und Links
.
Auf der Website der European Training Foundation
finden sich Projektbeispiele. Sie geben einen guten Einblick in tatsächliche Möglichkeiten und können auch für die Kontaktaufnahme mit potentiellen Partnern hilfreich sein.