EU-Regionalpolitik

Vorab: Möglichkeiten zur Teilnahme im Bereich der Regionalpolitik

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Die EU-Regionalpolitik und ihre Initiativen sind nicht mit anderen EU-Programmen vergleichbar. Die Umsetzung der Regionalpolitik obliegt den Mitgliedstaaten und Regionen, in Deutschland also dem Bund und dann natürlich vor allem den Ländern. Das heisst zunächst, dass die Europäische Kommission direkt für Personen, Organisationen oder Unternehmen keine Projektförderung anbietet. Zudem handelt es sich bei der Regionalpolitik oftmals um große Infrastrukturprogramme und Maßnahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung. Für die internen Grenzgebiete wird im Rahmen des neuen Instrumentes der "Europäische Nachbarschaftspolitik" ca. € 700 Mio zur Verfügung gestellt. Das heisst aber keinesfalls, dass es keine Möglichkeiten gibt, um an Projekten teilzunehmen oder Förderung für Aktionen zu erhalten. Dies gilt insbesondere für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), sowie für Europäischen Sozialfonds (ESF) und den Kohäsionsfonds.

Regelungen für die neue Förderperiode 2007-2013

Neuer finanzieller Rahmen für den Zeitraum 2007-2013 ist festgelegt:
308 Mrd. Euro (32,7 % des EU Haushaltes). Ende Juli 2006 wurden die Verordnungen im EU-Amtsblatt veröffentlicht:
 - Allgemeine Verordnung, die die Bestimmungen für Programmplanung, Management, Kontrolle und Bewertung der neuen Kohäsionspolitik festlegt.
- Verordnung über die Bestimmungen für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
- Verordnung über die Bestimmungen für den Europäischen Sozialfonds (ESF). - Verordnung über die Bestimmungen des Kohäsionsfonds.
- Verordnung über die Bestimmungen des Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ).

Die Europäsiche Kommission prüft gerade die Pläne und Umsetzungsvorschläge, die von den Bundesländern für die Regionalfonds erarbeitet wurden, daher wird die Umsetzungsphase nicht vor dem Ende des ersten Halbjahres 2007 beginnen.
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Die Strukturfonds

Umgesetzt wird diese Politik hauptsächlich durch drei sogenannte Strukturfonds:

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Drei vorrangige Ziele

Um eine möglichst große Wirkung und ein Maximum an Ergebnissen zu erzielen, wird der grösste Teil der Mittel aus den Strukturfonds für drei vorrangige Ziele ausgegeben.

Ziel: "Konvergenz" (EFRE, ESF und Kohäsionsfonds)

Die Regionen mit Entwicklungsrückstand sollen den Anschluss finden. Dazu werden grundlegende Infrastruktur und Basiseinrichtungen geschaffen, sowie Investitionen in Unternehmen gefördert, um die wirtschaftlichen Aktivität anzukurbeln. Hierunter fallen etwa ärmsten Mitgliedsstaaten und Regionen; besonders die neuen Mitgliedsstaaten stehen hier im Mittelpunkt. Als einzige deutsche Region qualifiziert sich der Regierungsbezirk Lüneburg. Regionen, die bisher als die Ärmsten gefördert wurden und nach der EU Erweiterung nicht mehr die Förderfähigkeit erfüllen, werden durch spezifische und degressive Programme bis zum "Phasing-out" 2003 unterstützt.

Ziel: "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung (EFRE und ESF)

Doppelter Ansatz für die wirtschaftliche und soziale Umstellung von Regionen: Mit 49,12 Mrd.€ (rund 16 % der Strukturfondsmittel) werden regionale Entwicklungsprogramme (EFRE) und die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit gefördert. Bisherige Ziel 1-Regionen werden, die sich nicht mehr für das Ziel "Konvergenz" qualifizieren, werden hier bis 2013 degressiv gefördert. ("Phasing-in")

Ziel: "Europäische territoriale Zusammenarbeit" (EFRE)

Grenzübergreifende Zusammenarbeit - orientiert sich stark an dem bisherigen Programmteil INTERREG- fördert Aktionen zur integrierten Raumentwicklung. 7, 75 Mrd. Euro stehen für Regionen zur Verfügung, die beispielsweise an Binnengrenzen höchstens 150 km voneinander entfernt sind. Innergemeinschaftliche Seegrenzen und bestimmte Landesaußengrenzen können sich auch für dieses Ziel qualifizieren.

Hinweis: Potentielle Partner aus den Bundesländern Berlin und Brandenburg dürfen sich an Anträgen von zwei Förderräumen beteiligen:  Ostseeraum (BSR) und Europäischen Zentralraum (Central Europe), INTERREG IV B. Themenschwerpunkte sind: Innovation, Erreichbarkeit, Umwelt, Stadt- und Raumentwicklung. Detaillierte Hinweise zur Vorgehenseweise bittet die Webseite: www.interreg.deexterner Link und die Infobroschüre.externer Link

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Die Gemeinschaftsinitiativen

Mit den Gemeinschaftsinitiativen hatte die Union vier Sonderprogramme aufgelegt, um gemeinsame Lösungen für Probleme zu finden, die überall in der Union bestehen. Die vier Programme erhielten 5,35% der Mittel aus den Strukturfonds. Die Gemeinschaftsinitiativen unterstützten Programme und Aktionen vor Ort - in den Ländern und Städten. Schwerpunkte und Zielsetzungen richteten sich dabei natürlich von den Gegebenheiten und Herausforderungen vor Ort ab.

Was passiert mit den vier Gemeinschaftsinitiativen, die Ende 2006 ausliefen?

Interreg III unterstützte grenzübergreifende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit, d. h. die Bildung von Partnerschaften über Landesgrenzen hinweg. Aktionen, die bis Ende 2006 genehmigt werden, werden bis Ende 2008 umgesetzt werden. Ab 2007 werden Strategien und Programme in das Ziel "Europäische territoriale Zusammenarbeit" integriert.

Die EU Kommission prüft die neuen Umsetzungsvorschläge für die Nachfolger von INTERREG. Ab Mai 2007 konnten ca. 80 Kooperationsprogramme starten.
CADSES wird in zwei Programme aufgeteilt werden. In Süd-Ost mit der Verwaltungsstelle in Budapest und Mittel-Ost mit der Verwaltungsstelle in Wien.

Urban II unterstützte vor allem innovative Strategien zur Wiederbelebung von krisenbetroffenen Städten und Stadtvierteln. Jetzt gehen die Urban II Erfahrungen in allen Zielen auf und müssen bei der Entwicklung von "Operativen Programmen" miteinbezogen werden. Vor allem das neue Instrument JESSICA (links zu der neuen eigenen Seiten, noch nicht erstellt.), soll Projekte zur städtischen Entwicklung und dem sozialen Wohnungsbau fördern. Die Europäische Kommission, die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Bank des Europarates werden die finanziellen Mittel aufbringen.

Leader+ wird ab 2007 in den neuen eigenständigen Bereich "Europäischer Landwirtschaftsfonds für die ländliche Entwicklung" (ELER) integriert.

Equal - Ergebnisse und Prinzipien werden in die verschieden Aktionen und Programme des Europäischen Sozialfonds integriert.