Grundtvig
Worum geht es?
Bei Grundtvig geht es um Erwachsenenbildung und das Stichwort „Lebenslanges Lernen". Gefördert werden Lehrangebote und die Entwicklung von Ausbildungsmethoden für Erwachsene, die Ihre Schul- und Ausbildungszeit hinter sich haben.
Mit den vier Unterprogrammen von Grundtvig werden die verschiedenen Aspekte und Akteure der Erwachsenenbildung angesprochen und zur Zusammenarbeit animiert. Übergeordnetes Ziel ist es, durch europäische Zusammenarbeit und Austausch die Qualität der Erwachsenenausbildung sowie Innovation und die „europäische Dimension" in den Ausbildungssystemen und -methoden zu fördern.
Die Programmbereiche im Überblick
Grundtvig unterteilt sich in vier Hauptbereiche. Unter den jeweiligen Rubriken, werden die Inhalte und Bewerbungsprozeduren detailliert besprochen:
Grundtvig 1: Europäische Kooperationsprojekte
Förderung von Partnerschaften zwischen Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Es geht um Kooperationsprojekte für bestimmte Bereiche, wie die Integration von Erwachsenen ohne qualifizierte Ausbildung oder um die Erarbeitung von hochwertigen Lehrprodukten, die die Arbeit von Bildungseinrichtungen erleichtern.
Grundtvig 2: Lernpartnerschaften
Eine Lernpartnerschaft fördert die Kooperation von Einrichtungen der Erwachsenenbildung aus mindestens drei europäischen Staaten. Im Unterschied zu den ergebnisorientierten europäischen Kooperationsprojekten wird der Schwerpunkt auf den Prozess der Zusammenarbeit gelegt. Auch Lernende sollen in diese Entwicklung integriert werden. Hier werden besonders auch Einrichtungen gefördert und mit einbezogen, die normalerweise und nicht im engeren Sinne als Einrichtungen der Weiterbildung fungieren, aber durchaus einen Beitrag leisten können. Hierzu gehören z.B. Volkshochschulen und Kultureinrichtungen.
Grundtvig 3: Mobilität zur Fortbildung von Lehrkräften in der Erwachsenenbildung
Durch die Förderung der Beteiligung an europäischen Aus- und Fortbildungskursen wird der Wissensstand der Lehrkräfte verbessert. Lehrkräften wird die Möglichkeit geboten sich kennenzulernen und in intensiven Austausch zu treten. Ein Kurskatalog wird erstellt und ist den Interessierten zugänglich.
Grundtvig 4: Netzwerke
Grundtvig 4 richtet sich besonders an Einrichtungen, die bereits an Grundtvig-Projekten teilgenommen haben. In Netzwerken soll die gewonnene Erfahrung zur Entwicklung innovativer Ausbildungsmethoden beitragen und die Verbreitung bewährter Praxis erreicht werden.
Wer kann ein Projekt einreichen?
Allgemein kommen folgende Organisationen und Einrichtungen für eine Teilnahme in Betracht:
- schulische oder außerschulische Einrichtungen der Erwachsenenbildung bzw. solche, die Erwachsenenkurse anbieten. Dazu gehören beispielsweise Volkshochschulen und Schulen des Gemeinwesens.
- Hochschulen, die Forschungsmaßnahmen und/oder Projekte zur Lehrplanentwicklung in der Erwachsenenbildung durchführen oder Bildungsmöglichkeiten für Erwachsene anbieten.
- Ausbildungsstätten für Lehrkräfte der Erwachsenenbildung.
- Anbieter außerschulischer Erwachsenenbildung wie Stiftungen und Vereine, Gewerkschaften, Arbeitgeberorganisationen, Bibliotheken und Museen, Krankenhäuser, Gefängnisse, Jugendhaftanstalten, Sportvereine, Nachbarschaftsorganisationen und sonstige „Akteure", die auf die Bedürfnisse des individuellen Lernens eingehen.
Partnerschaft
Der Erfolg eines Projektes hängt in sehr hohem Ausmaß von der richtigen Auswahl der Partner ab. Wichtigstes Element der Partnersuche sind eigene persönliche Kontakte. Es stehen jedoch eine Reihe von Hilfsmitteln zur Verfügung, wie die Kompendien bisher geförderter Projekte oder die elektronische Partnerbörse der norwegischen Nationalagentur. Auch die nationale Agentur kann Sie zu Fragen der Partnersuche beraten. Siehe hierzu Ansprechpartner, Adressen und Links
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Welche Länder machen mit?
Die 25 Mitgliedstaaten der Europäischen Union, hinzu Island, Liechtenstein und Norwegen, sowie die 3 Beitrittskandidaten: Bulgarien, Rumänien und Türkei.
Finanzielle Unterstützung
Die Höhe der finanziellen Unterstützung hängt von den Aktionen und Unterprogrammen ab. Sehen Sie hierzu bitte die jeweiligen Programmabschnitte.
Das Bewerbungsverfahren
Für die verschiedenen Grundtvig-Aktionen gelten unterschiedliche Verfahren. Anträge für Grundtvig 1 und Grundtvig 4 müssen direkt an die EU-Kommission in Brüssel gesandt werden, Anträge für die Unterprogramme Grundtvig 2 und Grundtvig 3 werden an die zuständige nationale Agentur gerichtet.
Anträge werden meist im Rahmen einer offiziellen Ausschreibung zu festgelegten Fristen eingereicht. Der Ausschreibungstext, Leitfäden für Antragsteller und Antragsformulare stehen unter Ausschreibungen, Formulare, Dokumente
zur Verfügung. Die Antragsformulare für die sogenannten dezentralisierten Aktionen, d.h. die Aktionen, bei denen man sich direkt bei der nationalen Agentur bewirbt, entnehmen Sie bitte der Website der nationalen Agentur Bildung für Europa beim BiBB.
Wer berät mich? Worauf gilt es zu achten?
Diese Stellen informieren Sie und beraten auch bei der Antragstellung. Genaue Angaben finden sich unter Ansprechpartner, Adressen und Links
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Anlaufstelle sind die zuständigen nationalen Agenturen. In Deutschland ist dies Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB)
. Sie ist für allgemeine Informationen zum Grundtvig-Programm zuständig, sowie für die Bearbeitung der meisten Grundtvig-Unterprogramme. Für den Bereich Grundtvig 3 ist die Carl Duisberg Gesellschaft
der Ansprechpartner.